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Days of Action. Die neoliberale Globalisierung und ihre Gegner Produktinformation Gebundene Ausgabe Publisher: Ueberreuter ISBN: 3800038536
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Aus der Amazon.at-Redaktion Ein Dreißigjähriger gerät als Beobachter in eine Straßenschlacht zwischen Globalisierungsgegnern und italienischen Carabinieri, bekommt Tränengas ab, erlebt Polizeiübergriffe aus unmittelbarer Nähe mit, fährt nach Hause und schreibt sich sein Entsetzen als Buch über die Globalisierung vom Leib. Was hätte das für ein schlechtes Buch werden können! Ist es aber nicht geworden im Gegenteil. Natürlich: Michel Reimon schreibt mit heißer Feder, versteht sich selbst als Globalisierungskritiker und betreibt auf seiner Website sogar eine eigene Drehscheibe für Gesinnungsgenossen im Internet. Doch zum Glück ist er nicht nur Aktivist, sondern auch Journalist. Und als solcher bringt er Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung und ein gutes Gefühl für Dramaturgie mit. Und so ist Days of Action eine wirklich gute Ergänzung zur einschlägigen Globalisierungs-Literatur geworden. Reimon beschreibt die wichtigsten Stationen der internationalen Protestbewegung gegen Weltbank, Welthandelsorganisation WTO und G8: Die berühmte "Battle of Seattle", die Randale in Barcelona, Prag und schließlich in Genua. Die Schilderung dieser Straßenschlacht, in deren Verlauf ein Demonstrant von einem Carabinieri erschossen wurde, gerät zum Höhepunkt des Buches. Reimon umschifft die jetzt besonders bedrohlichen Klippen der Betroffenheitsprosa und liefert statt dessen einen packenden Report, wie man ihn in deutschsprachigen Sachbüchern nur äußerst selten zu lesen bekommt. Ergänzt wird der Szene-Bericht mit einem geschickt eingeflochtenen Einmaleins für Globalisierungskritiker: Wie ist eigentlich die WTO demokratisch legitimiert? Gar nicht. Wem nützt die Weltbank? Den Großen. etc, etc. Doch das sind nicht die stärksten Seiten dieses Buches. Allzu unkritisch wird da so manche These aus der Sekundärliteratur der Globalisierungskritiker referiert, manch ein Argument kommt ein wenig polemisch daher. Aber gut, Reimon ist nun einmal kein kühler, außenstehender Beobachter. Er ist ein Autor, der von seinem Thema offenbar gepackt wurde. Zum Glück ist er aber smart genug, um daraus nach allen Regeln des Handwerks eine spannenden Geschichte zu stricken. Günther Strauss
Kundenrezensionen Mitreißende Bestandaufnahme der GlobaliseirungskritikerInnen „Days of Action" versucht einen Überblick über die sogenannten Globalisierungskritiker zu geben. Dabei wird weitesgehends auf langatmige Wirtschaftsanalysen verzichtet. Die wenigen konkreten Hintergrundinformationen über Finanz- und Börsenmärkte sind sehr verständlich gehalten. Das Buch liest sich wie ein (politischer) Roman, ein Thriller. Der Autor schreibt vom Anfang der Bewegung in mexikanischen Chiapas bis zu ihrem blutigem (vorzeitigen) Höhepunkt im italiensichen Genua. Dabei erhält mensch den Eindruck direkt dabei zu sein. Mensch erfährt was die Motive der Aktivisten sind, was ihr Utopien sind, wie sie sich organiseren, was ihre Aktionsformen sind, kurzum: mensch erfährt wer „die Globalisierungskritiker" sind. Und diese sind vielfältig, frei nach dem zapatistischem Ausruf: „Für eine Welt in der viele Welten möglich sind". Michel Reimon geht auf die wichtigsten Ereignisse der „Antiglobaliserungsbewegung" direkt ein, eine Art Erlebnisbericht. Dadurch wird eine unglaubliche Spannung erzeugt - mensch fiebert mit den Tute Bianche wenn sie versuchen die Roten Zonen der Mächtigen dieser Welt zu stürmen, mensch wird wütend wenn mensch über das brutale Vorgehen der Polizei und die dreisten Lügen der Politiker und Medien liest. Zu Beginn des Buches schreibt der Autor über die Bewegung - im verlauf des Buches schreibt er dann aber als Teil dieser Bewegung! Fernab jeglicher ideologischer Scheuklappen. Dieses Buch reißt mit, weckt Emotionen und macht Mut für eine Welt in der viel Welten möglich sind zu kämpfen. Auch wenn der Autor immer noch im naiven glauben an die Demokratie und an eine regulierung des Kapitalismus glaubt, anstatt sich Gedanken um eine mögliche Alternative zu diesem System zu machen. (Kleiner anarchistischer Kritikpunkt ;-))
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