 Bild und Inhalt stellt amazon.de zur Verfügung
Preis: EUR 10,00
|
Produktinformation Broschiert Publisher: Vsa ISBN: 3899651391
mesothelioma Asbestos Cancer mesothelioma lawyers video conferencing malignant pleural mesothelioma austin dwi school loan consolidation college loan consolidation car insurance quotes auto insurance quotes settlement payments ameriquest mortgage citibank credit mortgage refinance rate washington dui the lasik center lemon law wells fargo equity minnesota dwi laws illinois equity business process management commercial vehicle insurance debt consolidation online credit consolidation loan psychology degree programs interest credit cards bills consolidation lasik chicago settlement attorney refinance mortgage lenders term life quote
Kundenrezensionen Unheilvolle Umwälzung 71 AutorInnen in diesem von Attac herausgegeben Band versuchen in 102 selbständigen Stichworten, jeweils immer nur zwei Seiten lang, den Tatbestand "Globalisierung" in unterschiedlicher Schwerpunktsetzung darzustellen. Gemeinsam ist allen Artikeln, die zuvor wöchentlich in einer Tageszeitung publiziert und nun erstmals zusammenhängend in Buchform veröffentlicht sind, der kritische Betrachtungsansatz. Damit macht diese Schrift deutlich Front gegenüber sogenannten Globalisierungs-Apologeten oder Globalisierungs-Fatalisten.Darin abgehandelt werden u.a. "Deregulierung", "Finanzmärkte", "Hedge-Fonds", "Multinationale Konzerne", "Neoliberalismus", "Rating", "Shareholder-Value", "Standortwettbewerb", "WTO". Diese Aufzählung ist zufällig, benennt aber Schlagworte, die dieses Thema beherrschen. Stellvertretend für das gesamte Buch sei kurz der Artikel "Globalisierung" dargestellt: Verstanden wird sie als spezifisch kapitalistische Produktionsweise, die Grenzen von Raum und Zeit nicht mehr kennt und Bindungen in Form von politischen Regeln und Gesetzen überwindet. Begünstigt wird dies durch permanente Innovation und konsequente Anwendung moderner Transport- und Kommunikationstechnologien. Dabei entstanden ist ein spezieller Werte- und Forderungs-Kanon u.a. in Form von Markt-Liberalisierung, Privatisierung öffentlicher Güter, Flexibilisierung bzw. Mobilisierung von Produktionsfaktoren; sprich Mensch und Maschine. Globalisierung heißt somit nicht Annektierung von Territorien, sondern Beseitigung aller äusseren Grenzen für die Expansion des Kapitals. Insgesamt liegt die Aussage dieses Buches darin, Globalisierung nicht als eine Art von Menschen losgelöstes Naturphänomen zu betrachten, das unbeherrschbar ist und nur noch Anpassung im Sinne des Erduldens zulässt. Stattdessen bemüht man sich, eindeutig die Schöpfer und Nutznießer dieser Entwicklung zu nennen, die personell vorrangig in Banken und Konzernen zu finden sind. Desweiteren wird die zunehmende Handlungsschwäche und Durchsetzungsunfähigkeit des Nationalstaates thematisiert. Diesem bleibe eigentlich nicht mehr anderes übrig, als diese Entwicklung abzusegnen in Form neoliberaler Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungs-Reformen, welche nun bislang als stabil empfundene Sozialbeziehungen aufweichen. Gebrauchsnutzen gewinnt dieses Buch, indem man es nicht wie ein klassisches Lexikon lesen sollte (aufgrund äußerer Anregung ein Stichwort nachschlagend), sondern entschieden der Auflistung folgt. Damit wird die Thematik wie ein Mosaik aufbereitet, welches zunehmend plastischer wird aufgrund der inhaltlichen Wiederholungen und allmählichen Sachverhaltsergänzungen. Zusammengefasst ein Buch, nach dessen Lektüre man sehr viel skeptischer und selbstbewußter Statements der "herrschenden Klasse" aus Wirtschaft und Politik beurteilt.
Einseitige Darstellung Das Buch versteht sich als eine Sammlung globalisierungskritischer Stichwörter. Dieser Anspruch wird erfüllt. Bei genauerem Hinsehen merkt man jedoch, dass die Darstellung bei fast allen Stichwörtern einseitig ist.Bei den Stichwörtern Arbeit und Arbeitslosigkeit wird z. B. eine Umverteilung der Arbeit hin zur 30-Stunden-Woche gefordert, um die durch Maschineneinsatz nicht mehr benötigten Arbeitnehmer wieder zu beschäftigen. Maschineneinsatz führt jedoch mittelfristig zu erhöhter Produktivität, mehr Wohlstand und dadurch Nachfrage, sodass sogar mehr Arbeitsplätze entstehen. Eine 30-Stunden-Woche lässt sich nur dann umsetzen, wenn die Löhne überproportional gekürzt werden, um die gestiegenen Kosten durch erhöhten Verwaltungsaufwand und Rüstzeiten zu kompensieren. Unter Globalisierung hören wir, dass der Freihandel nichts nützt und dass die Natur geschädigt wird. Gemäß dem "Economic Freedom Report" nützt der Freihandel sehr wohl. Die Natur hingegen wird gerade dann geschädigt, wenn die Marktwirtschaft nicht greift (wegen fehlender Eigentumsrechte). Der Keynesianismus soll plötzlich eine langfristige Strategie sein, die den unvermeidlichen Nachfragemangel im Kapitalismus wieder ausgleicht. Dabei hat Lord Keynes selbst gesagt, dass wir langfristig alle tot seien. Der Keynesianismus ist nämlich ein Rezept für die kurze Frist; in der langen Frist wird die Arbeitslosigkeit wie in Deutschland durch strukturelle Faktoren bestimmt (nach neuen in "Economics" von Gwartney veröffentlichten Untersuchungen sind dies Sozialleistungen, Kündigungsschutz und Flächentarifverträge). Eine Erhöhung der Löhne mag bei lahmender Konjunktur kurzfristig helfen; langfristig führen die gestiegenen Kosten (bzw. steigenden Verkaufspreise) über sinkende Umsätze im Inland, sinkenden Export und dadurch sinkende Gewinne natürlich zu mehr Arbeitslosigkeit. Im Kapitel über den Neoliberalismus wird zwar die deutsche Variante des Ordoliberalismus erwähnt. Es wird aber verschwiegen, dass die "Soziale Marktwirtschaft" im Kern ordoliberal entworfen wurde (Eucken: "Grundsätze der Wirtschaftspolitik") und bereits Ludwig Erhard in seinem Buch "Wohlstand für Alle"vor dem ausufernden Sozialstaat warnte. Ich empfehle, zum Vergleich auch "VWL für Dummies" zu lesen.
|